OrangeFy

Freitag, 11. August 2006

Haaallooo!!!

HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH ZUM NEUEN BABY „LEVI“, SEBI, MARLEN UND LUCA!

Das nur so am Rande.

Bin wieder in Irland und weiß gerade gar nicht, ob ich lieber von hinten nach vorne oder andersrum anfange zu berichten, was ich die letzten Wochen so getrieben habe.
Bin Ferienreif :)
Nene, alles ganz prima. Eben waren Holly und John hier, wir haben lecker gegessen (vegan! mit ein bisschen non-veganem Zeug für John und mich), wir haben meinen iPod durchgehört und spontan Carcassonne gespielt. Holly würde sagen „Bless you“ an Nadine und Norman für dies tolle Geschenk. Eigentlich ist jetzt Bettzeit, aber Dajana hat mir gerade eine SMS geschickt und gedroht, morgen meinen Blog zu lesen, so dass ich mich doch mal drum kümmern muss. Danke Dajana! War lange mal nötig : )
Letzte Woche war Ingo zu besuch. Er hat ein wenig einen schlechten Zeitpunkt erwischt, tatsächlich waren alle im Urlaub oder sonst wie unterwegs, dabei hätte er doch gern Leute von mir kennen gelernt. Bad Luck. Jetzt sind sie alle wieder da.
Dafür sind wir nach Galway und auf Inish More der Aran Islands gefahren. Das war lustig. Mit einem 20 Euro Garten Zelt – schön wenn man nachts den Regen im Gesicht fühlt ; ) Nein, die Iren haben das Campen sicher nicht erfunden, aber es war abenteuerlich. Schon die Hinfahrt fing (im Bus) gut an. Stau. Und dann ging’s endlich vorwärts, bis plötzlich ein alleinreisender Pole mit vielen langen Rastas und einem Plattenspieler samt Plattensammlung im Gepäck einen epileptischen Anfall bekam, dadurch erst mal sein Englisch und seinen Namen und seine Heimat vergaß. Irgendwann war er wieder ok und voll anwesend. Der Arme. Und wir eine weitere Ewigkeit länger im Bus. Wir Armen!
Dann die Aran Islands, Inish Mor war toll. Der Campingplatz – ein Feld mit einem ausgebautem Dixy-Klo – aber immerhin. Verstecken kann man sich auf der Insel nämlich nicht im Busch zum Pinkeln, höchstens hinter einer der a allseits vorhandenen Mauern.
Ah, die Mauern, das ist eine seltsame Sache. Die ganze Insel ist mittels Steinmäuerchen in kleine Zellen geteilt. Warum? Wir haben verschiedene Theorien – die Insel ist voller Steine, die man eh wegräumen muss, um mit dem nahezu unfruchtbaren Land was anzufangen. Bevor man einen großen Haufen macht, kann man die Steine auch gleich ordentlich zu Mäucherchen verarbeiten.
2. Theorie: Die alten Kelten, die das alte Fort Dun Aengus auf den Klippen am Ende der Insel gebaut haben, hatten ursprünglich vor, aus der ganzen Insel ein Riesengebäude zu bauen. Die Mäuerchen sind quasi die Grobeinteilung und der Anfang dazu.
3. Theorie: Die wachsen so.

Gut, abends haben wir erst mal auf unserem Mini-Einweg-Grill zwei leckere Steaks ein einen Maiskolben gegrillt und sind anschließend in eine der beiden Dorfkneipen gegangen, wo wir dank Ingo’s meistersängerischer Fähigkeiten plötzlich mit den anderen beiden semilokalen Barden im Zentrum des Geschehens standen. Hier passiert’s halt doch mal, das wird das richtige Lied auf der Gitarre angestimmt, das ganze Pub mitsingt.

Gut, am Samstag sind wir dann etwas weniger abenteuerlich auf dem Campingplatz Salthill bei Galway untergekommen und konnten für 1 Euro warm duschen. Juchuh! Galway war unglaublich – voll! Die komplette Stadt richtig voll, überall Party, kein Regen – prima.
Am Sonntag ging’s dann nach einer kleinen Stadttour ohne weitere epileptische Zwischenfälle wieder zurück.

Am Montag haben wir uns das gute Guinness-Musem zu Gemüte geführt – mit dem obligatorischen Guinness in der Bar oben. Was ich neues gelernt habe: „Fining“ ist Klärmittel, im Falle Guinness aus Fischschwimmblasen gemacht und macht daher das Getränk für strenge Veganer und Vegetarier scheinbar ungenießbar.
Danach haben wir es irgendwie noch geschafft, zu kochen, bevor Ingo um 4 in den Bus zurück zum Flughafen verschwand – jetzt ist er vermutlich gerade beim Paddeln auf irgendwelchen Mittelmeerwellen (Antithese in sich?) vor der südspanischen Küste oder gar am recherchieren für spannende Artikel...

Jetzt ist der Text schon ewig lang und ich habe noch gar nichts über Belgien erzählt – seid dem 31. Juli bin ich wieder zurück in Dublin. Die Woche davor war ich in Belgien, erst Greet (Erasmus-Bekanntschaft) besuchen, und dann mit den irishen Pfadis eine Woche lang Jahres-Pfadfinderlager. Das hielt ordentlich auf Trab. Sonntagabend ankommen. Montag Großeinkauf und Wanderung nach Zoetwater (mini-Vergnügungspark, sehr lustig). Dienstag Schwimmen und anschließend Schlittschuh laufen – das war mega! draußen einer der wärmsten Tage des Jahres, ca. 37 Grad – und wir waren Schlittschuhlaufen. Wie wenig umweltbewusst, aber leider siegte bei mir Vergnügen vor Vernunft.
Mittwoch ein Tag auf dem Lager, lustige Sachen basteln, spiele spielen, T-Shirts batiken.
Donnerstag eine 60 km lange Fahrradtour an einen Badesee und zurück. Richtig sinnvoll, da es in Irland noch nicht unbedingt Standart ist, Fahrrad fahren zu lernen. Ein paar Anfänger gab es also schon.
Freitag ein Tag in Brüssel, die Kiddies durften lustige Spiele mit peinlicher Verkleidung inmitten der Stadt machen. Toll. Leider muss ich noch auf die Bilder warten. Abends zum säubern in eine Wasserspaßlandschaft – mit vielen Rutschen etc, gleich neben dem Atomium. Wir kamen schließlich kaum raus, weil in der netten Cocktailbar neben an, wo wir Leiter eigentlich noch etwas trinken gehen wollten, mal kurz zwischendurch ein Mann erschossen wurde und deswegen alles abgesperrt war. Der Arme. Spannend.
Samstag ein bisschen Leuven – shoppen, Besuch treffen. Padraig mit Freundin und Susanne und Sharon kamen, um uns bei den letzten zwei Nächten zu unterstützen.
Sonntag schließlich der Höhepunkt der ganzen Woche, alle in den riesigen Vergnügungspark Walibi. Bin selten so durchnässt gewesen, hatte nur ein Sommerkleidchen an, als der große Wolkenbruch kam. Musste schließlich neben einem Regencape ein trockenes Oberteil kaufen, und ein Handtuch um mir um die Hüften zu schwingen, weil es leider keine Beinbekleidung gab in den Shops... sah sicher gut aus.
Am Montag schließlich der große Abschied, zurück nach Irland...

Und Greet treffen in Belgien – das war sehr schön und gemütlich. Ein bisschen Ruhe vor dem Pfadfindersturm und nach der Arbeitszeit in München.

Gut, liebe Dajana, mehr kann ich gerade nicht schreiben und will vermutlich auch keiner lesen, Cian versucht gerade auf MSN Eifersucht auf John zu überspielen und ich bin todmüde (gestern lange im Whelan’s gewesen, heute Dinner/Spieleabend...), morgen wieder Whelan’s – Penfold DM spielt. Und ich fürchte, Scott kriege ich weiterhin nicht los.

Eine dicke Umarmung an alle. Vergesst mich nicht.

Fy